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Premiere an der Deutschen Oper: Le Prophète

Filmstil aus "100 Sekunden mit: Enrique Mazzola"

Filmstil aus "100 Sekunden mit: Enrique Mazzola" (youtube)

Auch in seiner zweiten Grand Opéra erzählt Giacomo Meyerbeer eine Geschichte aus dem Zeitalter der Reformation. LE PROPHETE beschreibt die Entstehung und den Untergang des Regimes, das die protestantische Sekte der Wiedertäufer 1535 im westfälischen Münster errichtete. Durch die Willkürherrschaft der katholischen Obrigkeit lässt sich der Gastwirt Jean de Leyde dazu verleiten, sich an die Spitze dieser fundamentalistischen Gruppierung zu stellen. Bald jedoch erkennt er, dass die Revolutionäre ebenso korrupt sind wie die alten Machthaber.

Schon bei der Uraufführung wurde LE PROPHETE auch als Kommentar zur Revolution von 1848 begriffen – und tatsächlich erscheint diese Geschichte über die Instrumentalisierung von Religion zur Errichtung eines „Gottesstaates“ heute genauso aktuell wie zu Lebzeiten Meyerbeers. Zugleich ist LE PROPHETE auch die psychologisch packende Geschichte einer Mutter-Sohn-Beziehung: Im Zentrum der Oper steht nicht Jeans Liebe zu seiner Verlobten Berthe, sondern die Auseinandersetzung mit seiner Mutter Fidés.

Für diese Produktion konnte Regisseur Olivier Py gewonnen werden. Py, seit 2013 Leiter des Festivals von Avignon, gehört zu den wenigen Regisseuren, die international sowohl im Schauspiel wie in der Oper erfolgreich sind.


Le Prophète
Oper in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer

Premiere: Sonntag, 26. November 2017, 17 Uhr | Tickets: 170 bis 52 €

Weitere Vorstellungen: Donnerstag, 30. November | Sonntag, 3. Dezember | Samstag, 9. Dezember | Samstag, 16. Dezember | Donnerstag, 4. Januar 2018 | Sonntag, 7. Januar 2018
Sonntag, 29. Januar | Samstag, 4. Februar 2017
Beginn jeweils 18 Uhr, sonntags um 17 Uhr

Tickets: 128/94 € bis 39 €

Deutsche Oper Berlin | Richard-Wagner-Straße 10 | 10585 Berlin-Charlottenburg | www.deutscheoperberlin.de

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